Haut- und Gefässzentrum in Bielefeld
Insektengiftallergie
Bis zu 20% der Bevölkerung reagieren auf Insektenstiche mit lokalen Hautreaktionen wie Rötung oder Reizung. Bei 1 – 5% treten auch stärkere Reaktionen auf, z.B. Übelkeit, Angst, Engegefühl im Brustkorb, Bauchbeschwerden, auch ein sogenannter anaphylaktischer Schock kann auftreten.
Besonders häufig finden sich Allergien gegen Bienen- oder Wespengift, aber auch Allergien gegen das Gift von Hornissen, Hummeln und seltener auch bestimmten Ameisenarten können auftreten.
Treten nach einem Insektenstich Reaktionen auf, die über eine maximal handflächengroße Schwellung hinausgehen (größere Schwellung, andere Symptome wie Atemnot, Schwindel, Kreislaufprobleme, Bauchbeschwerden), so sollte durch einen Facharzt abgeklärt werden, ob diese Reaktion allergisch bedingt ist.
Bei diagnostizierter Allergie sollten unbedingt geeignete Präparate zur akuten Einnahme im Notfall mitgeführt werden. Ihr Arzt klärt Sie natürlich hierzu im Detail auf.
Gute Erfolge zeigt die sogenannte Hyposensibilisierung, bei der über einen längeren Zeitraum (bei Allergien gegen Insektengift i.d.R. 3 – 5 Jahre) regelmäßig sehr geringe Dosen des Allergens gespritzt werden, um den Körper daran zu gewöhnen. Die Ansprechraten auf diese Therapie sind äußerst gut, und führen bei ca. 90% der behandelten Patienten zum Erfolg. In besonders schweren Fällen kann auch überlegt werden eine sogenannte Schnell-Hyposensibilisierung durchzuführen, bei der versucht wird, das Ziel der Therapie binnen weniger Wochen zu erreichen. Aufgrund der hierbei höheren Risiken kann eine derartige Therapie nur stationär in einer Klinik durchgeführt werden, damit im Fall eines allergischen Schocks sofort eingegriffen werden kann.