Ulcus cruris

Ulcus cruris, auch als „offenes Bein“ bezeichnet ein Unterschenkelgeschwür. Dabei handelt es sich um eine offene Wunde (meist oft nässend) die über einen längeren Zeitraum oft nicht heilt.
Durchblutungsstörungen sind nicht nur ein Grund für die Entstehung, sondern auch ein entscheidender Faktor, der die Heilung beeinträchtigt.
In der Regel liegt dem Ulcus cruris eine Grunderkrankung wie z.B. Diabetes Mellitus, Bluthochdruck,  Übergewicht o.ä. zu Grunde, aber auch Rauchen und Bewegungsmangel sind als Risikofaktoren nicht zu vernachlässigen. Frauen sind insgesamt häufiger betroffen als Männer, was u.a. auch auf hormonelle Ursachen zurückgeführt werden kann.

Therapie

Die Klassische, oft langwierigere Wundversorgung mittels Verbänden und Kompressen wurde mittlerweile weitestgehend von moderneren Verfahren wie z.B. hydroaktiven Wundauflagen abgelegt, die auf eine feuchte Versorgung der Wunde basieren. Bei diesem Verfahren sind insbesondere die schnelle Neubildung der Haut, ein einfacher und schmerzfreier Verbandswechsel sowie eine lange Verweildauer des Verbandes von bis zu 7 Tagen auf der Haut hervorzuheben. Zu dem wird die Bildung unangenehmer Gerüche weitestgehend vermieden und ein hoher Anteil an Wundsekret kann vom Verband absorbiert werden.


Ggf. kann hier auch chirurgisch interveniert werden. Durch eine fachgerechte Behandlung der Wunde neben anschließender Abdeckung mit vom Oberschenkel gewonnener Spalthaut oder mittels gezüchteter Haut. Auch Kompressionsverbände, Bewegungstherapie und Lymphdrainagen können den Behandlungsverlauf positiv beeinflussen.